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Schulungszentrum für Körper,
Kampfkunst & Geist
 
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Ziele
   

Eine perfekte Form ist nicht das Ziel der Kampfkunst , das Ziel einer Kampfkunst ist einen Kampf zu gewinnen (wird eine Kampfkunst vornehmlich mit dem Ziel der Gesund-erhaltung und Stärkung des Körpers betrieben, kann auch die Form das Höchste einer Kunst sein.)

Viele Lehrer lehren, wer einen Kampf gewinnen will, kommt an Formen nicht vorbei. Diesen Fakt kann man getrost mit ja beantworten, wenn man es nicht zu traditionell sieht. Formen sind spezielle Übungen, die meist auf Grund von langjährigen Erfahrungen entstanden sind. Sie sollen eine Übung sein, um wichtige Elemente und Prinzipien eines Systems zu erlernen... eine Art Lernhilfe. Wollte man zB. im Kung Fu die Formen weglassen, so müsste man andere, gleichwertige Übungen entwickeln , um einen Ausgleich zu schaffen. Dies ist jedoch nur eine Fiktion.

Heute reden einige gern von "Verschlüsselung". Warum verschlüsselt man?
Um etwas geheim zu halten für bestimmte Augen!

Ich denke nicht, dass der Vorwand damals vorhanden war, unter Mühen Techniken zu verschlüsseln. Ich denke eher, jemand hat eine Form erdacht, als Übungshilfe für den jeweiligen Stil. Die Schüler haben sie gelernt und als sie eines Tages selber Lehrer wurden, haben sie sie weitergelehrt.

Wie das so ist auf dem labilen Kommunikationsweg der Mundpropaganda (schriftliche Aufzeichnungen wurden damals nicht oder sehr wenig getätigt), gehen Informationen verloren, bzw. werden eigene, neue Interpretationen eingeflochten. Andere Lehrer wiederum versäumten es, sich um die Applikationen zu kümmern, oder lehrten sie nur halbherzig.

So veränderte sich die Form unmerklich. Teilweise so stark, dass es heute ein großes Problem werden kann, die ursprüngliche Bedeutung wieder zu finden.


Der Sinn und das Ziel der Kampfkunst besteht
unter anderem darin,
die Gesundheit zu fördern,
zu erhalten und
natürlich zu schützen !


  FORMEN

Formen in den Kampfkünsten sind immer hierarchisch aufgebaut. Beginner betrachten die erste Form des Systems meist als die "einfachste in jeder Hinsicht". Dies ist aber eine Sache der Betrachtungsweise. Ein Anfänger hat noch keinen Überblick über das System, er kennt nur einige wenige Anwendungen/ Bewegung usw. Er erkennt noch nicht, das Effektivität der Kunst eng mit dem Beherrschen der Feinheiten und dem geistigen Mitleben verbunden ist. Mein Lehrer lehrte mich:

"Die erste Form ist die wichtigste und demzufolge auch die schwerste."

Einige Künste lehren die Wichtigkeit der ersten Form direkt, andere indirekt. Dem Anfänger erscheint die erste Form meist als "die einfachste", da sie wenig komplizierte Manöver enthält, die Anzahl der Techniken und die Länge in einem überschaubaren Rahmen bleibt. Damit wird es aber möglich, den Beginner gleich zu Anfang mit dieser effektiven Übungsform bekannt zu machen. Die Formen werden dann für jeden Kampfkünstler zu einem ständigen Begleiter. Sie werden zum Begleiter für das jeweilige Können im Bezug auf das jeweilige Lernprogramm.

Die Formen werden die Techniken des Schülers verändern und die Techniken werden die Form verändern.

Rein Philosophisch betrachtet, verändert sich dadurch der Mensch und entwickelt sich somit weiter !

Das jeweilige persönliche Ziel, ist eine individuelle Zielsetzung des einzelnen Schülers für sich selbst !


FORMENLEHRE
SIU-NIM-TAO  FORM  (Satz 1 - 4)


SIU-NIM-TAO  FORM  (Satz 1 - 4)



Strategeme
Die Strategische Vorgehensweise dieser Kampfkunst ist u.a an den 36 Strategeme
(Chin. sanshiliu ji) fest verankert. Diese sind hier nachzulesen:

  • Strategeme in China
  • Die 36 Strategeme
    • Den Kaiser täuschen und das Meer überqueren
    • Wei belagern um Zhao zu retten
    • Mit dem Messer eines anderen töten
    • Ausgeruht den erschöpften Feind erwarten
    • Ein Feuer für einen Raub ausnützen
    • Im Osten lärmen, im Westen angreifen
    • Etwas aus einem Nichts erzeugen
    • Heimlich nach Chencang marschieren
    • Das Feuer am gegenüberliegenden Ufer beobachten
    • Hinter dem Lächeln den Dolch verbergen
    • Der Pflaumenbaum verdorrt anstelle des Pfirsichbaums
    • Mit leichter Hand das Schaf wegführen
    • Auf das Gras schlagen, um die Schlange aufzuscheuchen
    • Für die Rückkehr der Seele einen Leichnam ausleihen
    • Den Tiger vom Berg in die Ebene locken
    • Will man etwas fangen, muss man es zunächst loslassen
    • Einen Backstein hinwerfen, um Jade zu erlangen
    • Den Gegner durch Gefangennahme des Anführers unschädlich machen
    • Das Brennholz heimlich unter dem Kessel wegnehmen
    • Das Wasser trüben, um die Fische zu ergreifen
    • Die Zikade wirft ihre goldglänzende Haut ab
    • Die Türe schließen, um den Dieb zu fangen
    • Sich mit dem fernen Feind verbünden, um Nachbarn anzugreifen
    • Einen Weg für einen Angriff gegen Guo ausleihen.
    • Die Balken stehlen und gegen morsche Stützen austauschen
    • Die Akazie schelten, dabei aber auf den Maulbeerbaum zeigen
    • Verrücktheit mimen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren
    • Auf das Dach locken, um dann die Leiter wegzuziehen
    • Dürre Bäume mit künstlichen Blüten schmücken
    • Die Rolle des Gastes in die des Gastgebers umkehren
    • Die List der schönen Frau
    • Die List der offenen Stadttore
    • Die List des Zwietrachtsäens
    • Die List der Selbstverstümmelung
    • Die Ketten-Strategie
    • Weglaufen ist die beste Methode - ergo ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf!



   


Schach

Der Kampf mit dem eigenen
Körper und mit Waffen,
ist wie Schachspielen in Höchstgeschwindigkeit.

Denn um zu gewinnen braucht
es mehr als Muskelkraft:
Präzision - im Körper und im Kopf

...denn das Wesentliche,
ist für das Auge unsichtbar...





Der Sinn
...der Kampfkunst besteht u.a. darin, die Gesundheit zu fördern, zu erhalten und natürlich zu schützen !

 
  
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